Heute: Donnerstag, 5. Aug. 2021 (Wochenbeginn: 9. So. nach Trinitatis)

Von der Fülle

Liebe Kinder! Liebe Familien!

Am vergangenen Freitag haben wir die Kinder, die unsere Daniel-Kita zum Sommer verlassen, in einem fröhlichen Gottesdienst verabschiedet.

Für die Schulkinder beginnen nun in dieser Woche die Ferien.

„Gottes Liebe ist so wunderbar! Soo wunderbar groß! Soo hoch – was kann höher sein!?  Soo tief – was kann tiefer sein!?  Soo weit – was kann weiter sein!? haben wir mit den Kitakindern gesungen.

Auch David hat davon gesungen, wie sehr er sich über Gott freut.

„Ich freu mich über dich, mein Gott, von ganzem Herzen freu ich mich, dass du wie eine Mutter und wie ein Vater bist.

Ich freu mich über dich, mein Gott,  ich werde all das Gute nicht vergessen, das du schenkst.

Alles, was ich angestellt habe, ist bei dir wie nie geschehen.

Du lässt mich singen und lachen,

du machst mich fröhlich und stark.“ Nach Psalm 103

Mit diesem Psalm verabschiede auch ich mich von den wöchentlichen Geschichten in eine Sommerpause.

Ich wünsche euch einen Sommer der Fülle.

Einen Sommer, der reich ist an Freude über kleine und große Dinge, voller bunter Blumen und Begegnungen und angefüllt mit Lachen und Fröhlichkeit.

Mit dem neuen Kita- und Schuljahr wird Neues und Anderes starten. Ich freue mich schon sehr darauf!

Eure Elke Nordsiek

Von tiefer Freundschaft

Liebe Kinder, liebe Familien!

Es ist großartig, gute Freundinnen und Freunde zu haben. Es ist wunderbar, gemeinsame Zeit zu erleben.

Von der Freundschaft  von David und Jonathan erzählt eine biblische Geschichte

David war ein Hirtenjunge gewesen und jetzt am Hof des Königs Saul. Er war beliebt bei allen. Aber der König war eifersüchtig auf David. Er hatte Angst, dass David einmal König werden könnte. Gott hatte das so angekündigt. Das wollte Saul nicht, weil sein Sohn Jonathan eines Tages König werden sollte.

Jonathan und David sahen sich oft am Königshof, sprachen miteinander und mochten sich gern. Sie wussten: Nur einer von ihnen konnte König werden, aber sie wurden dennoch echte Freunde.

Jonathan schenkte David sogar eine wertvolle Ausrüstung; er gab ihm sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel. „Wir werden immer Freunde sein.“ versprachen sie sich.

König Saul wurde so eifersüchtig auf David, dass er ihn am liebsten umgebracht hätte. David versteckte sich vor der großen Wut des Königs. Auf seiner Flucht trifft er Jonathan. „Was habe ich deinem Vater nur getan?“ fragt David ihn. „Ich halte zu dir!“ sagte Jonathan. „Wie kann ich dir helfen?“

David hatte eine Idee. Auf dem großen Fest am nächsten Tag sollte Jonathan Saul erzählen, dass David nicht dabei ist. Er feiere das Fest woanders als am Königshof. Wenn Saul wütend darüber wäre, wüssten sie, dass es gefährlich für David ist, zurückzukommen. Sie verabredeten ein Zeichen beim Bogenschießen am Tag nach dem Fest. Das sollte David heimlich beobachten. Das Zeichen sollte David zeigen, ob Saul zornig geworden war.

Als Jonathan seinem Vater am Festtag erzählte, dass David woanders feierte, wurde Saul so wütend, dass er sogar einen Speer durch die Gegend warf.

Am nächsten Tag beim Bogenschießen gab Jonathan David das vereinbarte Zeichen. Jetzt wusste David, dass er in Gefahr war und den Königshof verlassen musste. Er traf sich noch einmal allein mit Jonathan und sie verabschiedeten sich. Sie umarmten sich und weinten. „Geh in Frieden!“ sagte Jonathan. „Wir werden immer Freunde bleiben!“

David als Hirtenjunge und Jonathan als Königssohn werden Freunde. Freundschaft verbindet ganz unterschiedliche Menschen.

Die beiden halten zusammen, auch als es problematisch wird. Freundschaft hält auch in verzwickten Situationen.

Sie vereinbaren ein Zeichen zwischen sich, das nur sie verstehen. Freundschaft braucht manchmal keine Worte.

David und Jonathan sind traurig, dass sie sich trennen müssen. Sie wissen nicht, wie ihre Freundschaft weitergehen wird. Aber sie sind sich sicher, dass sie sie immer begleiten wird.

Freundschaftsbändchen am Handgelenk können das zeigen; vielleicht flechtet oder knüpft ihr zusammen so ein Bändchen für einen Freundin oder einen Freund?

Vielleicht mögt ihr euch auch ein Zeichen ausdenken, das nur ihr versteht? Eine Handbewegung, die ohne Worte sagt: Ich bin dein Freund! Oder: Du bist immer meine Freundin!

Eine freundliche Woche wünsche ich euch!

Elke Nordsiek

Vom Pause machen…

Liebe Kinder, liebe Familien,

Da war letzte Woche eine Pause in den Geschichten von Gott und Welt. Vielleicht ist es Euch aufgefallen?

Eine tolle Geschichte vom Zeitnehmen und Pause machen steht ganz am Anfang in der Bibel:

„Erstmal war nix da!

Alles war dunkel.

Dann ließ Gott es am ersten Tag hell werden. Licht überall. Gott schaute sich alles genau an. Er fand es gut gelungen.

Am zweiten schuf er einen Raum für frische Luft;

am dritten Tag Land und festen Boden, dazu schillerndes Wasser und grüne und bunte Pflanzen. Wieder guckte Gott ganz genau hin und freute sich an dem, was er sah.

Am vierten Tag kam die Sonne, der Mond und viele Sterne dazu. So waren Tag und Nacht zu unterscheiden.

Am fünften Tag schuf Gott große und kleine und ganz kleine Tiere auf dem Land und im Wasser; und am sechsten Tag die Menschen; einzeln einzigartig und doch zusammen.

Er betrachtete sie und freute sich noch mehr.

Am siebten Tag sah er sich alles insgesamt zufrieden an und ruhte sich einfach aus.“

Mögt Ihr auf einem kleinen Spaziergang zusammen schauen, wo es helle und wo es dunkle Ecken gibt? Wo könnt Ihr die Luft besonders gut spüren? Ob Ihr Wasser entdeckt? …und auf einer Wiese findet Ihr sicher die unterschiedlichsten Blumen und Gräser und Krabbelkäfer.

Eine Woche in der ihr viel Schönes entdeckt und ganz viel Freude daran habt, wünsche ich Euch!

Eure Elke Nordsiek

Anregungen zu Trinitatis

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

2. Korinther 13,13

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Biblischer Text zum Sonntag: Johannes 3,1-8

Unter den Pharisäern gab es einen, der Nikodemus hieß. Er war einer der führenden Männer des jüdischen Volkes. Eines Nachts ging er zu Jesus und sagte zu ihm: „Rabbi, wir wissen: Du bist ein Lehrer, den Gott uns geschickt hat. Denn keiner kann solche Zeichen tun, wie du sie vollbringst, wenn Gott nicht mit ihm ist.“ Jesus Antwortete: „Amen, amen, das sage ich dir: Nur wenn jemand neu – besser gesagt von oben – geboren wird, kann er das Reich Gottes sehen.“ Darauf sagte Nikodemus zu ihm: „Wie kann denn ein Mensch geboren werden, der schon alt ist? Man kann doch nicht in den Mutterleib zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden!“

Jesus antwortete: „Amen, amen, das sage ich dir: Nur wenn jemand aus Wasser und Geist geboren wird, kann er in das Reich Gottes hineinkommen. Was von Menschen geboren wird, ist ein Menschenkind. Was vom Geist geboren wird, ist ein Kind des Geistes. Wundere dich also nicht, dass ich dir gesagt habe: ‚Ihr müsst von oben her neu geboren werden.‘ Auch der Wind weht, wo er will. Du hörst sein Rauschen. Aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. Genauso ist es mit jedem, der vom Geist geboren wird.“

(Basis-Bibel)

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

In der Luther-Übersetzung und der Basis-Bibel heißt es: „Von neuem geboren“. Besser ist die wörtliche Übersetzung: „von oben geboren“, die ich oben eingefügt habe. Denn es geht um die spirituelle Dimension.

Der Geist Gottes, die Ruach, ist zugleich mit Wind zu übersetzen. Daher das darauffolgende Wortspiel: den Wind sieht man nicht, aber erkennt ihn an seiner Wirkung.

Nikodemus wollte von Jesus lernen, wie man ins Reich Gottes kommt. Jesu Antwort ist ihm zu vergeistigt. Die spirituelle Dimension ist ihm fremd; er bleibt beim Sichtbaren. Und trotzdem wird er weiter mit Jesus im Kontakt bleiben.

Ich bin getauft auf deinen Namen (EG 200)

1.  Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist; ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. Ich bin in Christus eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt.

2.  Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein.

5.  Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut.

6.  Lass diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist. Halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für.

Psalm 145

Ich will dich erheben, mein Gott, du König,
und deinen Namen loben immer und ewiglich.

Der Herr ist getreu in all seinen Worten
und gnädig in allen seinen Werken.

Der Herr hält alle, die da fallen,
und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.

Aller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.

Du tust deine Hand auf
und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.

Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen,
allen, die ihn ernstlich anrufen.

Gebet

Gott,
du wirkst, wo du willst.
Auch wenn wir dich nicht sehen,
so entdecken wir doch deine Spuren
und spüren, was du in Bewegung versetzt,
ähnlich wie der Wind.

Auf dich und deine Wirkung wollen wir achten
und öffnen uns dir.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

VaterUnser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Anregungen zu Pfingsten

Es soll nicht durch Heer, sondern durch mein Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.

Sacharja 4,6b

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Biblischer Text zum Sonntag: 1. Mose 11,1-9

Damals hatten alle Menschen nur eine einzige Sprache – mit ein und denselben Wörtern. Sie brachten von Osten her auf und kamen zu einer Ebene im Land Schinar. Dort ließen sie sich nieder. Sie sagten zueinander: „Kommt! Lasst uns Lehmziegel formen und brennen!“ Die Lehmziegel wollten sie als Bausteine verwenden und Asphalt als Mörtel. Dann sagten sie: „Los! Lasst uns eine Stadt mit einem Turm bauen! Seine Spitze soll in den Himmel ragen. Wir wollen uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen.“

Da kam der Herr vom Himmel herab. Er wollte sich die Stadt und den Turm ansehen, die die Menschen bauten. Der Herr sagte: „Sie sind ein einziges Volk und sprechen alle dieselbe Sprache. Und das ist erst der Anfang! In Zukunft wird man sie nicht mehr aufhalten können. Sie werden tun, was sie wollen. Auf! Lasst uns hinabsteigen und ihre Sprache durcheinanderbringen! Dann wird keiner mehr den anderen verstehen.“

Der Herr zerstreute sie von dort über die ganze Erde. Da mussten sie es aufgeben, die Stadt weiterzubauen.

Deswegen nennt man sie Babel, das heißt: Durcheinander. Denn dort hat der Herr die Sprache der Menschen durcheinandergebracht. Und von dort hat sie der Herr über die ganze Erde zerstreut.

(Basis-Bibel)

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Das Internet entwickelt derzeit auch eine Einheitssprache. Die Emojis sind international. Selbst im Tagesspiegel wird in dieser Sprache etwas ausgedrückt – was zu erraten ist.

Was ist das Gute an einer Sprache?

Man versteht sich, kann sich schnell und einfach verständigen. Eine einzige Sprache ist effizient, eindeutig und kommt

Was könnte an einer Einheitssprache fatal werden?

Man denkt, dass man sich versteht. Alles wird auf das Einfachste reduziert. Es wird der Eindruck der Eindeutigkeit geweckt. Unterschiedliche Sichtweisen und komplexe Zusammenhänge fallen weg.

O komm, du Geist der Wahrheit (EG 136)

1. O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.

2.  O du, den unser größter Regent uns zugesagt: komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit.

3.  Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je; darum musst du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du musst uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu und musst uns ganz befreien von aller Menschenscheu.

4. Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium.

Psalm 118 in Auszügen

Danket dem Herr; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

Gott ist meine Macht und mein Psalm
und ist mein Heil.

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten:
Die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Ich werde nicht sterben, sondern leben
und des Herrn Werke verkündigen.

Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit,
dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke.

Du bist mein Gott, und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

Gebet

Gott,
im Brausen kommst du zu uns,
oder in einem leisen Säuseln,
wie auch immer du uns nahe bist,
erfülle uns mit deiner Kraft!
Bewege uns und gib uns Mut,
neue Wege einzuschlagen,
so, wie du uns lenkst.
Segne uns.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,

beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Von frischem Wind

Liebe Kinder, liebe Eltern!

Jesus hatte seinen Freunden versprochen, dass er immer bei ihnen sein wird, auch wenn sie ihn nicht mehr sehen und berühren können. Er hatte von seinem „heiligen Geist“ gesprochen, der kommen sollte.

Hatte Jesus so etwas wie ein „Gespenst“ gemeint?

Seine Freundinnen und Freunde konnten sich nicht vorstellen, was er damit meinte. Sie dachten viel darüber nach. Und traurig, dass Jesus nun nicht mehr bei ihnen war, gingen sie nach Jerusalem zurück.

Sie setzten sich zusammen, sprachen miteinander und beteten zu Gott.

Wie sollten sie anderen Menschen das von Jesus und Gott erzählen oder erklären? Sie hatten Angst, ausgelacht zu werden.

Da brauste auf einmal ein Sturm vom Himmel und wehte durch das Haus, in dem sie waren. Es war wie ein frischer Wind in ihren Gedanken, der die Angst wegpustete.

Sie sahen Feuer, das sich zerteilte und sich auf jedem wie eine kleine Flamme niederließ. Es wurde hell in ihren Gedanken als wäre ihnen ein Licht aufgegangen. In ihrem Herzen fühlte es sich ganz warm an.

Das und von dem, was sie mit Jesus erlebt hatten, wollten sie allen Menschen erzählen!

Mutig und fröhlich gingen sie aus dem Haus – und die Menschen hörten ihnen zu.

In Jerusalem waren Menschen, die in vielen verschiedenen Sprachen sprachen. Sie alle verstanden in ihrer eigenen Sprache, was die Freunde von Jesus erzählten und staunten darüber. Sie konnten sich das nicht erklären.

Petrus sagte ihnen dann: „Das ist das, was Jesus uns versprochen hat! Er schickt uns kein Gespenst, sondern die richtigen Worte, damit wir uns verstehen können. Sein Geist macht uns mutig! Wir sind nicht mehr traurig! Sein Geist schenkt uns neue Ideen und Gedanken!“

So wurden es immer mehr Menschen, die sich trafen. Sie aßen gemeinsam, erzählten, sangen und beteten zusammen. Sie überlegten, was sie tun können, dass es hell und warm für alle Menschen wird. Alle sollten davon hören oder lesen und das spüren und erleben können.

Das ist die Geschichte von Pfingsten. Vielleicht mögt ihr an diesem Pfingstwochenende zusammen eine Kerze anzünden – warm und hell! Oder vielleicht pustet ihr ein paar Pusteblumen zusammen – der Wind trägt und bewegt sie!

Ein fröhliches Wochenende wünscht Euch

Elke Nordsiek.

Anregungen zum 16. Mai

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, werde ich alle zu mir ziehen.

Johannes 12,32

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Psalm 27 in Auszügen

Der HERR ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?

Der HERR ist meines Lebens Kraft;
vor wem sollte mir grauen?

HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe;
sei mir gnädig und antworte mir!

Mein Herz hält dir vor dein Wort: /
»Ihr sollt mein Antlitz suchen.«
Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir,
verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!

Denn du bist meine Hilfe;
verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab,

du Gott meines Heils!
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,

aber der HERR nimmt mich auf.
HERR, weise mir deinen Weg und leite mich

auf ebener Bahn um meiner Feinde willen.
Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.

Harre des HERRN!

Biblischer Text zum Sonntag: Johannes 7,37-39

Im Johannesevangelium wird berichtet:

Aber am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!

Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.

Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Jesus Christus lädt alle Durstigen ein, zu ihm zu kommen.
Wonach dürsten Sie?
Wonach sehnen Sie sich?

Stellen Sie sich vor, dass von Ihnen Ströme lebendigen Wassers fließen, wenn Sie an Jesus glauben.

Nehmen Sie die Lebendigkeit in Ihrem eigenen Körper und Geist wahr? Wie fühlt sie sich an?

Wohin strömen Ihre Lebensquellen? Wen – wollen Sie – sollen die Ströme erreichen?

Ströme lebendigen Wassers – diese Worte wurden in der damaligen Provinz Palästina, dem heutigen Land Israel gesagt; ein trockenes Land, in dem Wasserknappheit herrschte.

Was bedeutet Ihnen Wasser? Wie sehen unsere Wasserströme in Deutschland aus?

Was bedeutet heute die Verheißung?

Lied: Wie lieblich ist der Maien

1. Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt, des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht. Die Tier sieht man jetzt springen mit Lust auf grüner Weid, die Vöglein hört man singen, die loben Gott mit Freud.

2. Herr, dir sei Lob und Ehre für solche Gaben dein! Die Blüt zur Frucht vermehre, lass sie ersprießlich sein. Es steht in deinen Händen, dein Macht und Güt ist groß; drum wollst du von uns wenden Mehltau, Frost, Reif und Schloss‘.

4. Mein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem Namen dein und lass mir wohl gelingen, im Geist fruchtbar zu sein; die Blümlein lass aufgehen von Tugend mancherlei, damit ich mög bestehen und nicht verwerflich sei.

Gebet

Gott,
du nimmst uns an, wie wir sind,
freudig, weil du uns liebst,
und gnädig, weil du uns liebst.
Lass uns achtsam uns selbst wahrnehmen
Und auch erkennen, was ungute Wirkung zeigt.
Segne uns.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Von einem, der Kontakt hielt…

Liebe Kinder und Familien!

In der Bibel stehen nicht nur Geschichten aufgeschrieben – ganze Briefe sind dabei. Die hat Paulus vor langer Zeit an Menschen geschrieben, mit denen er in Verbindung bleiben wollte. Paulus konnte sie aber nicht alle besuchen und so schrieb er ihnen.

Am Anfang des Briefes an die Menschen in Rom schrieb er:

„ Jedesmal, wenn ich bete, denke ich an euch und bitte Gott darum, dass er mir endlich die Möglichkeit gibt, euch zu besuchen. Dadurch möchte ich euch Mut machen – oder besser: wir wollen uns gemeinsam Mut machen, ihr mir und ich euch.“

Ungeduldig wartete Paulus auf ein Wiedersehen.

Das kennen wir ja auch.

Und wir halten Kontakt auf vielfältige, bunte Arten und Weisen. Per Telefon und Computer, mit Postkarten und Briefen…

Wir bleiben in Verbindung!

Unser Lebensbaum im Vorgarten an der Ecke Brandenburgische Str. / Eingang Münstersche Str. soll diesen Gedanken ab dem Pfingstfest aufblühen lassen.

Bunte Bänder aus Garnen und Stoffen sollen ihn schmücken. Dicke und dünne, geknüpft und geflochten, gehäkelt und gestrickt…

Der Baum lädt Euch dazu ein, ein solches Band ab Pfingsten dort anzuhängen oder einen Geduldsfaden aus der anhängenden Tasche mitzunehmen…für Euch oder Menschen, an die ihr dabei denkt!

Machen wir uns damit gemeinsam Mut!

Wir bleiben in Kontakt!

Eure Elke Nordsiek

Anregungen zum 9. Mai – Rogate

Gelobt sei mein Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66,20

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Psalm 1

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen
noch tritt auf den Weg der Sünder
noch sitzt, wo die Spötter sitzen,

sondern hat Lust am Gesetz des Herrn
und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen,
der seine Frucht bringt zu seiner Zeit,

und seine Blätter verwelken nicht.
Und was er macht, das gerät wohl.

Aber so sind die Gottlosen nicht,
sondern wie Spreu, die der Wind verstreut.

Darum bestehen die Gottlosen nicht im Gericht
noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.

Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
aber der Gottlosen Weg vergeht.

Biblischer Text zum Sonntag: Daniel 9,4-5.15-19

Ach Herr, du großer und furchterregender Gott! Du stehst zu deinem Bund und schenkst denen Gnade, die dich lieben und deine Gebote halten.

Wir haben Sünden begangen und Unrecht getan, wir haben Schuld auf uns geladen und uns aufgelehnt. Von deinen Geboten und Vorschriften sind wir abgewichen.

Du, Herr, unser Gott, hast dein Volk mit starker Hand aus Ägypten geführt. Bis heute hast du dir damit einen Namen gemacht. Wir aber haben Sünden begangen, wir haben Verbrechen verübt! Herr, du bist gerecht, darum sei nicht mehr Zornig! Sei nicht mehr wütend auf deine Stadt, auf Jerusalem, deinen heiligen Berg! Wir haben Sünden begangen und unsere Vorfahren haben Schuld auf sich geladen. So sind Jerusalem und dein Volk zum Gespött geworden für alle, die rings um uns wohnen. Und nun, unser Gott, hör das Gebet deines Knechtes und seine Bitte. Lass dein Angesicht leuchten über deinem Heiligtum, auch um deiner selbst willen, Herr. Mein Gott, verschließe deine Ohren nicht! Öffne deine Augen und sieh auf die Trümmer Jerusalems! Sieh auf die Stadt, die dir gehört. Wir wenden uns mit unseren Bitten an dich – nicht, weil wir gerecht gehandelt hätten, sondern im Vertrauen auf dein großes Erbarmen. Herr, hör hin! Herr, vergib! Hör aufmerksam zu, Herr, und handle! Zögere nicht, mein Gott, auch um deiner selbst willen! Denn die Stadt und das Volk gehören doch dir.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Die Propheten nahmen Zerstörung zum Anlass, über das Handeln der Bevölkerung und der Politik nachzudenken. Auch in unserer Zeit ist eine Katastrophe in unsere Stadt, unser Land und der ganzen Welt eingebrochen. Was ist heutzutage ‚unsere Sünde‘?

Daniel erinnert an die Befreiung Gottes aus der Sklaverei und seiner Gerechtigkeit. Wo geschieht in unserem Land Gerechtigkeit und Freiheit. Werden wir heutzutage unfrei, wenn einige Freiheiten (wesentliche Grundrechte!) eingeschränkt sind? Was bedeutet Gerechtigkeit angesichts der Aufhebung von Einschränkungen?

Er ist erstanden, Halleluja

1.  Er ist erstanden, Halleluja! Freut euch und singet, Halleluja! Denn unser Heiland hat triumphiert, all seine Feind gefangen er führt.

Refr.: Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben, Halleluja!

2.  Er war begraben drei Tage lang. Ihm sei auf ewig Lob, Preis und Dank; denn die Gewalt des Tods ist zerstört; selig ist, wer zu Jesu gehört.

3.  Der Engel sagte: „Fürchtet euch nicht! Ihr suchet Jesus, hier ist er nicht. Sehet, das Grab ist leer, wo er lag: er ist erstanden, wie er gesagt.“

4.  „Geht und verkündigt, dass Jesus lebt, darüber freu sich alles, was lebt. Was Gott geboten, ist nun vollbracht, Christ hat das Leben wiedergebracht.“

5.  Er ist erstanden, hat uns befreit; dafür sei Dank und Lob allezeit. Uns kann nicht schaden Sünd oder Tod, Christus versöhnt uns mit unserm Gott.

Gebet

Gott,
du nimmst uns an, wie wir sind,
freudig, weil du uns liebst,
und gnädig, weil du uns liebst.
Lass uns achtsam uns selbst wahrnehmen
Und auch erkennen, was ungute Wirkung zeigt.
Segne uns.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Ev. Daniel-Gemeinde Berlin-Wilmersdorf