Geschichte zum Wochenende

Hallo, liebe Kinder und liebe Eltern!

Von Elke Nordsiek habt Ihr die erste Geschichte lesen können.

Diesmal will ich – Pfarrer Fischer – euch eine meiner Lieblingsgeschichten erzählen.

 

Die Geschichte mit dem Sturm war schon toll. Das Jesus sowas kann?!

Manchmal würden wir wohl auch gern besseres Wetter machen wollen, oder?

Ich erinnere mich, wie ich mir als Kind oft vorgestellt habe fliegen zu können oder übers Wasser gehen zu können – eben Abenteuer zu bestehen.

Darum mag ich eine Geschichte von Petrus gern, wo er genau das auch will.

 

Petrus ist ein Freund von Jesus. Mit anderen Freunden fährt er im Boot über den riesengroßen See Genezareth. Jesus ist nicht dabei, will später dazu kommen.

Und dann geschieht es. Wieder ist der See vom Wind aufgewühlt. Dunkle Wolken ziehen über den Himmel. Es ist richtig unheimlich auf dem Wasser. Kein schönes Gefühl.

Da passiert es. Die Freunde sehen am Horizont, wie eine Gestalt auf sie zukommt. Was? Das kann doch nicht sein. Niemand kann auf dem Wasser laufen. Aber sie kommt näher. Ein Gespenst! Das muss ein Gespenst sein. Früher haben die Menschen geglaubt, dass es Geister und Gespenster gibt. Vor Angst fangen die Freunde an zu schreien und mit den Armen zu fuchteln. Vielleicht lässt sich das Gespenst vertreiben.

Aber dann hören sie eine vertraute Stimme. Es ist die von Jesus. Hei Leute, ich bin es! Erkennt ihr mich denn nicht? Da ist ihre Angst wie weggeblasen. Aber erschrocken sind sie trotzdem: Wie kann Jesus auf dem Wasser gehen? Das ist doch verrückt! Das kann doch nicht sein!

Und jetzt Petrus. Er will das auch probieren. Na, dann komm, sagt Jesus, und Petrus steigt aus dem Boot.

Ich hätte das auch gemacht. Und Ihr?

Erst funktioniert es – so wird es in der Geschichte erzählt. Aber bei der ersten größeren Welle kriegt Petrus Angst und das Wasser trägt nicht mehr. Im letzten Moment greift Jesus nach ihm und sie steigen ins Boot.

 

Ein bisschen „spooky“ ist diese Geschichte schon. Und verrückt auch. Gerade deswegen mag ich sie: ein bisschen wie in unserem Leben. Manchmal brauchen wir Mut, auch mal was Verrücktes zu tun, was man sich sonst nicht traut, was uns aber ganz neue Erfahrungen möglich macht – auch wenn es nicht klappen sollte. Klar, dass wir nicht gegen die Naturgesetze und die Physik handeln können. Aber es gäbe keine großen Ozeanschiffe, keine Flugzeuge, keine langen Hängebrücken, wenn nicht irgendwer vor Zeiten den Mut gehabt hätte, sowas Verrücktes auszuprobieren. Jesus macht uns Mut. Und sind Freunde nicht am Allerbesten, wenn wir mit ihnen gemeinsam etwas wagen und ausprobieren können, wenn wir miteinander das Abenteuer des Lebens bestehen? Ich finde Ja. Und ich glaube, Jesus ist als Freund dabei.

 

Euch einen schönen Sonntag und gute Tage.

Euer Pfarrer Fischer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert