Gebet in den Tagen der Corona-Infektionen

Das walte Gott
nach Luthers Morgen- und Abendgebet:

Kirchsaal

Das walte Gott, Vater und Sohn und Heiliger Geist! Amen.
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass Du mich in dieser gefährlichen Zeit bislang behütet und vor schlimmer Krankheit gnädig bewahrt hast.
Und ich bitte Dich,
Du wollest mich auch in der kommenden Zeit gnädig behüten vor allem Bösen: vor Unfall und Tod, vor Schaden und Not, vor Krankheit und allen Gefahren.
Bewahre mich unter Deiner schützenden Hand, dass Dir all mein Tun und Leben gefalle, denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele, mein Leben und Wirken, meine Verwandten und Freunde und alle meine Nächsten Deiner Liebe und Gnade.
Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.
Amen.

Gott, zu Dir geht mein Gebet,
höre mein Singen und Flehen.
(siehe im Evangelischen Gesangbuch die Lieder zur Passion, z.B. Nr.98)

Psalm-Gebet
unser Gottesdienst-Psalm in der Passionszeit:
I+II:  Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden. | Uns aber, | die wir selig werden, | ist es eine Gotteskraft.
I: HERR, vernimm mein Flehen um Deiner Treue willen.
II: Erhöre mich um Deiner Gerechtigkeit willen.
I: Ich breite meine Hände aus zu Dir.
II: Meine Seele dürstet nach Dir wie dürres Land.
I: Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll.
II: Du bist mein Gott. Mich verlangt nach Dir.
I: Lehre mich tun nach Deinem Wohlgefallen.
II: Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
I+II:  Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden. | Uns aber, | die wir selig werden, | ist es eine Gotteskraft.

Fürbitte
Christus, Du hast den Deinen zugesagt:
Wahrlich, ich sage euch,
wenn zwei unter euch einig werden auf Erden,
worum sie bitten wollen,
so soll es ihnen widerfahren von meinem
Vater im Himmel.
Denn wo zwei oder drei versammelt sind
in meinem Namen,
da bin ich mitten unter ihnen.

Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die Menschen, die verantwortliche Entscheidungen fällen müssen, dass sie mit Bedacht, Sorgfalt und Weisheit den Weg zwischen Zögerlichkeit und Übergriffigkeit finden und zum Wohl der Menschen handeln.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die Menschen, die an den Orten der Gesundheitsversorgung ihren schweren Dienst tun und oft schon über die Grenzen ihrer Kraft in Anspruch genommen sind, dass sie keine Entscheidungen zwischen Leben und Tod treffen müssen, sondern allen ihre Hilfe geben können, und dass sie selbst Kraft finden.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die Einsamen, die alleingelassen bleiben und voller Angst sind. Lass Sie Dein Nahe-sein spüren, lass sie Dein Wort hören können und tröste ihre Seelen festige ihren Glauben.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die schwer Erkrankten, dass sie Hilfe erfahren und wieder genesen können, und für die Sterbenden, dass sie in Frieden zu Dir gehen.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die Menschen, deren berufliche Existenz bedroht ist oder gar verloren geht, lass ihnen Hilfe zuteilwerden, damit sie den Mut nicht verlieren und ihr Einkommen wiedererlangen.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für diese Welt, dass wir Menschen miteinander lernen, uns auf das wirklich erfüllet Leben zu konzentrieren, dass wir Deiner Liebe nacheifern und unser Herz nicht an materiellen Gewinn hängen, dass wir lernen, füreinander da zu sein.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!

Zeit zum stillen Beten

Vater unser
Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen –
denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Gott, zu Dir geht mein Gebet,
höre mein Singen und Flehen.
(siehe im Evangelischen Gesangbuch die Lieder „Geborgen in Gottes Liebe“, z.B. Nr. 401)

Lied nach der Melodie „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (Gesangbuch Nr. 421)

  1. Verleih uns Frieden gnädiglich, HERR Gott, zu unser‘n Zeiten. | Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, | denn du, unser Gott, alleine.
  2. Schenk unsern Herzen Glaubenskraft, dazu ein fest‘ Vertrauen, | damit wir tun, was Frieden schafft, an deinem Reich mitbauen: | Du bist unser Herr alleine.
  3. Hernach in Frieden lass uns geh’n am Ende unsrer Tage. | Aus Gnade lass uns vor dir steh’n ohn‘ alle Schuld und Klage: | Du bist unser Heil alleine.

Text Strophe1 und Melodie:
Martin Luther 1529 nach der Liedstrophe „DA PACEM DOMINE“ 9.Jahrhundert – ökumenische Fassung
Text Strophen 2 und 3: Norbert Zakrzewski-Fischer 2005

Bitte um Segen
Segne uns, o HERR.
Lass Dein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.
Deine Barmherzigkeit wende uns zu.
Erfülle uns und Deine ganze Schöpfung mit Deinem Segen.
Amen.

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