Spielraum – Geht doch!

Frieden – aber wie?
Frieden durch Trennung?
Sich in Frieden trennen?
Geht doch!

Öffnen wir uns der lebendigen Kraft, die uns erfüllt

  • in der Zuversicht, dass Gott uns begleitet
  • mit dem Mut, die Herausforderungen zu gestalten und
  • im Vertrauen, dass Gott unsere Gemeinschaft segnet

Biblischer Text der Passionszeit: Genesis 13,1-11

So zog Abram herauf aus Ägypten mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, und Lot mit ihm ins Südland. Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. Lot aber hatte auch Schafe und Rinder und Zelte. Und das Land konnte es nicht ertragen, dass sie beieinander wohnten. Und es war immer Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh.

Da sprach Abram zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder. Steht dir nicht alles Land offen? Trenne dich doch von mir! Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten, oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken.

Da hob Lot seine Augen auf und sah die ganze Gegend am Jordan, dass sie wasserreich war. Da erwählte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog nach Osten. Also trennte sich ein Bruder von dem andern.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Konflikte werden – auch – durch Trennung gelöst. Was sind die Kriterien dafür, sich zu trennen? Und wie kann eine Trennung gut gestaltet werden? Inwiefern ist Ihnen Abram hier Vorbild?

Abram fordert Lot auf, sich zu trennen. Warum trennt er sich nicht? Was macht den Unterschied?

Ist es nicht ungerecht, dass der eine fruchtbares Land erwählt und der andere das karge erhält? Wäre der Kompromiss, beide erhalten von beidem die Hälfte, nicht gerechter? Hätten Sie dieser Auswahl zugestimmt? Welche Kriterien halten Sie für eine gute Grundlage einer Einigung?

Was sind/waren Sie bereit, um eines guten Frieden willens her- und aufzugeben? Wo sind Grenzen, bei denen Sie sich für Ihr eigenes Interesse einsetzen? Wovon hängen Sie ab? Von Ihnen? Ihrer Lage? Vom Gegenüber? Anderen Beteiligten? Ihren – gemeinsamen – Zielen?

Welche Ziele der Gerechtigkeit braucht unsere Gemeinde, unsere Gesellschaft, Ihre Familie und Verwandtschaft?

Nach Psalm 22

Deinen Namen, du Gott des Friedens,
will ich meinen Geschwistern kundtun,

Dich in der Gemeinschaft mit Freunden und Bekannten rühmen:
Dich will ich preisen in der ganzen Gesellschaft,
meinen Beitrag leisten mit all denen, die Dich achten.

Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden;
und die nach Gott fragen, deren Herz wird vor Freude überfließen.

Ewig sollt Ihr leben.
Auf der ganzen Welt wenden sich Menschen Dir zu.

Denn Dein ist alles.
Und Du wirkst unter allen Völkern.

Du schöner Lebensbaum

1. Du schöner Lebensbaum des Paradieses, gütiger Jesus, Gotteslamm auf Erden. Du bist der wahre Retter unsres Lebens, unser Befreier.

3.  Lieber Herr Jesus, wandle uns von Grund auf, dass allen denen wir auch gern vergeben, die uns beleidigt, die uns Unrecht taten, selbst sich verfehlten.

4.  Für diese alle wollen wir dich bitten, nach deinem Vorbild laut zum Vater flehen, dass wir mit allen Heilgen zu dir kommen in deinen Frieden.

6.  Dank sei dem Vater, unsrem Gott im Himmel, er ist der Retter der verlor‘nen Menschheit, hat uns erworben Frieden ohne Ende, ewige Freude

Gebet

Gott,
du bist die Macht des Friedens.
Dich lobe ich, weil ich merke,
dass wir Menschen durch Dich zusammen leben können.
Dazu hast Du uns Verstand, Fantasie geschenkt.
Lass uns weise handeln und reden.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

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