Alle Beiträge von Karin Singha-Gnauck

Weihnachten

Am 24.12.2021 um 15.30 Uhr
Open-Air-Weihnachtsgottesdienst für Jung und Alt

Ja! Zum Christkind will der kleine Hirte gehen. Und was kann er ihm mitbringen? Er hat doch nur seine Laterne.

Liebe Kinder, liebe Erwachsene, die Weihnachtsgeschichte erzählen wir euch aus der Sicht eines jungen Hirten. Dazu zeigen wir euch Bilder, beten und singen Weihnachtslieder. Zieht euch warm und wetterfest an. Dann wird es euch warm ums Herz.

Falls ein Zusammentreffen nicht möglich sein wird, könnt ihr trotzdem auf den Campus kommen. Die Bilder werden die ganzen Weihnachtstage auf dem Hof zu sehen sein; und die Geschichte ist digital abrufbar.

Wir vertrauen darauf, dass Weihnachten geschieht.
Eure Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Am 24.12.2021 um 17 Uhr
Weihnachtsgottesdienst im Kirchsaal

Am 25.12.2021 um 10 Uhr
Weihnachtsgottesdienst mit Abendmahl und Texten zu Bethlehem

Anregungen zu Trinitatis

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

2. Korinther 13,13

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Biblischer Text zum Sonntag: Johannes 3,1-8

Unter den Pharisäern gab es einen, der Nikodemus hieß. Er war einer der führenden Männer des jüdischen Volkes. Eines Nachts ging er zu Jesus und sagte zu ihm: „Rabbi, wir wissen: Du bist ein Lehrer, den Gott uns geschickt hat. Denn keiner kann solche Zeichen tun, wie du sie vollbringst, wenn Gott nicht mit ihm ist.“ Jesus Antwortete: „Amen, amen, das sage ich dir: Nur wenn jemand neu – besser gesagt von oben – geboren wird, kann er das Reich Gottes sehen.“ Darauf sagte Nikodemus zu ihm: „Wie kann denn ein Mensch geboren werden, der schon alt ist? Man kann doch nicht in den Mutterleib zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden!“

Jesus antwortete: „Amen, amen, das sage ich dir: Nur wenn jemand aus Wasser und Geist geboren wird, kann er in das Reich Gottes hineinkommen. Was von Menschen geboren wird, ist ein Menschenkind. Was vom Geist geboren wird, ist ein Kind des Geistes. Wundere dich also nicht, dass ich dir gesagt habe: ‚Ihr müsst von oben her neu geboren werden.‘ Auch der Wind weht, wo er will. Du hörst sein Rauschen. Aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. Genauso ist es mit jedem, der vom Geist geboren wird.“

(Basis-Bibel)

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

In der Luther-Übersetzung und der Basis-Bibel heißt es: „Von neuem geboren“. Besser ist die wörtliche Übersetzung: „von oben geboren“, die ich oben eingefügt habe. Denn es geht um die spirituelle Dimension.

Der Geist Gottes, die Ruach, ist zugleich mit Wind zu übersetzen. Daher das darauffolgende Wortspiel: den Wind sieht man nicht, aber erkennt ihn an seiner Wirkung.

Nikodemus wollte von Jesus lernen, wie man ins Reich Gottes kommt. Jesu Antwort ist ihm zu vergeistigt. Die spirituelle Dimension ist ihm fremd; er bleibt beim Sichtbaren. Und trotzdem wird er weiter mit Jesus im Kontakt bleiben.

Ich bin getauft auf deinen Namen (EG 200)

1.  Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist; ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. Ich bin in Christus eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt.

2.  Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein.

5.  Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut.

6.  Lass diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist. Halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für.

Psalm 145

Ich will dich erheben, mein Gott, du König,
und deinen Namen loben immer und ewiglich.

Der Herr ist getreu in all seinen Worten
und gnädig in allen seinen Werken.

Der Herr hält alle, die da fallen,
und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.

Aller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.

Du tust deine Hand auf
und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.

Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen,
allen, die ihn ernstlich anrufen.

Gebet

Gott,
du wirkst, wo du willst.
Auch wenn wir dich nicht sehen,
so entdecken wir doch deine Spuren
und spüren, was du in Bewegung versetzt,
ähnlich wie der Wind.

Auf dich und deine Wirkung wollen wir achten
und öffnen uns dir.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

VaterUnser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Anregungen zu Pfingsten

Es soll nicht durch Heer, sondern durch mein Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.

Sacharja 4,6b

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Biblischer Text zum Sonntag: 1. Mose 11,1-9

Damals hatten alle Menschen nur eine einzige Sprache – mit ein und denselben Wörtern. Sie brachten von Osten her auf und kamen zu einer Ebene im Land Schinar. Dort ließen sie sich nieder. Sie sagten zueinander: „Kommt! Lasst uns Lehmziegel formen und brennen!“ Die Lehmziegel wollten sie als Bausteine verwenden und Asphalt als Mörtel. Dann sagten sie: „Los! Lasst uns eine Stadt mit einem Turm bauen! Seine Spitze soll in den Himmel ragen. Wir wollen uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen.“

Da kam der Herr vom Himmel herab. Er wollte sich die Stadt und den Turm ansehen, die die Menschen bauten. Der Herr sagte: „Sie sind ein einziges Volk und sprechen alle dieselbe Sprache. Und das ist erst der Anfang! In Zukunft wird man sie nicht mehr aufhalten können. Sie werden tun, was sie wollen. Auf! Lasst uns hinabsteigen und ihre Sprache durcheinanderbringen! Dann wird keiner mehr den anderen verstehen.“

Der Herr zerstreute sie von dort über die ganze Erde. Da mussten sie es aufgeben, die Stadt weiterzubauen.

Deswegen nennt man sie Babel, das heißt: Durcheinander. Denn dort hat der Herr die Sprache der Menschen durcheinandergebracht. Und von dort hat sie der Herr über die ganze Erde zerstreut.

(Basis-Bibel)

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Das Internet entwickelt derzeit auch eine Einheitssprache. Die Emojis sind international. Selbst im Tagesspiegel wird in dieser Sprache etwas ausgedrückt – was zu erraten ist.

Was ist das Gute an einer Sprache?

Man versteht sich, kann sich schnell und einfach verständigen. Eine einzige Sprache ist effizient, eindeutig und kommt

Was könnte an einer Einheitssprache fatal werden?

Man denkt, dass man sich versteht. Alles wird auf das Einfachste reduziert. Es wird der Eindruck der Eindeutigkeit geweckt. Unterschiedliche Sichtweisen und komplexe Zusammenhänge fallen weg.

O komm, du Geist der Wahrheit (EG 136)

1. O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.

2.  O du, den unser größter Regent uns zugesagt: komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit.

3.  Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je; darum musst du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du musst uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu und musst uns ganz befreien von aller Menschenscheu.

4. Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium.

Psalm 118 in Auszügen

Danket dem Herr; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

Gott ist meine Macht und mein Psalm
und ist mein Heil.

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten:
Die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Ich werde nicht sterben, sondern leben
und des Herrn Werke verkündigen.

Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit,
dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke.

Du bist mein Gott, und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

Gebet

Gott,
im Brausen kommst du zu uns,
oder in einem leisen Säuseln,
wie auch immer du uns nahe bist,
erfülle uns mit deiner Kraft!
Bewege uns und gib uns Mut,
neue Wege einzuschlagen,
so, wie du uns lenkst.
Segne uns.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,

beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Anregungen zum 16. Mai

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, werde ich alle zu mir ziehen.

Johannes 12,32

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Psalm 27 in Auszügen

Der HERR ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?

Der HERR ist meines Lebens Kraft;
vor wem sollte mir grauen?

HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe;
sei mir gnädig und antworte mir!

Mein Herz hält dir vor dein Wort: /
»Ihr sollt mein Antlitz suchen.«
Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir,
verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!

Denn du bist meine Hilfe;
verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab,

du Gott meines Heils!
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,

aber der HERR nimmt mich auf.
HERR, weise mir deinen Weg und leite mich

auf ebener Bahn um meiner Feinde willen.
Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.

Harre des HERRN!

Biblischer Text zum Sonntag: Johannes 7,37-39

Im Johannesevangelium wird berichtet:

Aber am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!

Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.

Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Jesus Christus lädt alle Durstigen ein, zu ihm zu kommen.
Wonach dürsten Sie?
Wonach sehnen Sie sich?

Stellen Sie sich vor, dass von Ihnen Ströme lebendigen Wassers fließen, wenn Sie an Jesus glauben.

Nehmen Sie die Lebendigkeit in Ihrem eigenen Körper und Geist wahr? Wie fühlt sie sich an?

Wohin strömen Ihre Lebensquellen? Wen – wollen Sie – sollen die Ströme erreichen?

Ströme lebendigen Wassers – diese Worte wurden in der damaligen Provinz Palästina, dem heutigen Land Israel gesagt; ein trockenes Land, in dem Wasserknappheit herrschte.

Was bedeutet Ihnen Wasser? Wie sehen unsere Wasserströme in Deutschland aus?

Was bedeutet heute die Verheißung?

Lied: Wie lieblich ist der Maien

1. Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt, des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht. Die Tier sieht man jetzt springen mit Lust auf grüner Weid, die Vöglein hört man singen, die loben Gott mit Freud.

2. Herr, dir sei Lob und Ehre für solche Gaben dein! Die Blüt zur Frucht vermehre, lass sie ersprießlich sein. Es steht in deinen Händen, dein Macht und Güt ist groß; drum wollst du von uns wenden Mehltau, Frost, Reif und Schloss‘.

4. Mein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem Namen dein und lass mir wohl gelingen, im Geist fruchtbar zu sein; die Blümlein lass aufgehen von Tugend mancherlei, damit ich mög bestehen und nicht verwerflich sei.

Gebet

Gott,
du nimmst uns an, wie wir sind,
freudig, weil du uns liebst,
und gnädig, weil du uns liebst.
Lass uns achtsam uns selbst wahrnehmen
Und auch erkennen, was ungute Wirkung zeigt.
Segne uns.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Anregungen zum 9. Mai – Rogate

Gelobt sei mein Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66,20

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Psalm 1

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen
noch tritt auf den Weg der Sünder
noch sitzt, wo die Spötter sitzen,

sondern hat Lust am Gesetz des Herrn
und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen,
der seine Frucht bringt zu seiner Zeit,

und seine Blätter verwelken nicht.
Und was er macht, das gerät wohl.

Aber so sind die Gottlosen nicht,
sondern wie Spreu, die der Wind verstreut.

Darum bestehen die Gottlosen nicht im Gericht
noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.

Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
aber der Gottlosen Weg vergeht.

Biblischer Text zum Sonntag: Daniel 9,4-5.15-19

Ach Herr, du großer und furchterregender Gott! Du stehst zu deinem Bund und schenkst denen Gnade, die dich lieben und deine Gebote halten.

Wir haben Sünden begangen und Unrecht getan, wir haben Schuld auf uns geladen und uns aufgelehnt. Von deinen Geboten und Vorschriften sind wir abgewichen.

Du, Herr, unser Gott, hast dein Volk mit starker Hand aus Ägypten geführt. Bis heute hast du dir damit einen Namen gemacht. Wir aber haben Sünden begangen, wir haben Verbrechen verübt! Herr, du bist gerecht, darum sei nicht mehr Zornig! Sei nicht mehr wütend auf deine Stadt, auf Jerusalem, deinen heiligen Berg! Wir haben Sünden begangen und unsere Vorfahren haben Schuld auf sich geladen. So sind Jerusalem und dein Volk zum Gespött geworden für alle, die rings um uns wohnen. Und nun, unser Gott, hör das Gebet deines Knechtes und seine Bitte. Lass dein Angesicht leuchten über deinem Heiligtum, auch um deiner selbst willen, Herr. Mein Gott, verschließe deine Ohren nicht! Öffne deine Augen und sieh auf die Trümmer Jerusalems! Sieh auf die Stadt, die dir gehört. Wir wenden uns mit unseren Bitten an dich – nicht, weil wir gerecht gehandelt hätten, sondern im Vertrauen auf dein großes Erbarmen. Herr, hör hin! Herr, vergib! Hör aufmerksam zu, Herr, und handle! Zögere nicht, mein Gott, auch um deiner selbst willen! Denn die Stadt und das Volk gehören doch dir.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Die Propheten nahmen Zerstörung zum Anlass, über das Handeln der Bevölkerung und der Politik nachzudenken. Auch in unserer Zeit ist eine Katastrophe in unsere Stadt, unser Land und der ganzen Welt eingebrochen. Was ist heutzutage ‚unsere Sünde‘?

Daniel erinnert an die Befreiung Gottes aus der Sklaverei und seiner Gerechtigkeit. Wo geschieht in unserem Land Gerechtigkeit und Freiheit. Werden wir heutzutage unfrei, wenn einige Freiheiten (wesentliche Grundrechte!) eingeschränkt sind? Was bedeutet Gerechtigkeit angesichts der Aufhebung von Einschränkungen?

Er ist erstanden, Halleluja

1.  Er ist erstanden, Halleluja! Freut euch und singet, Halleluja! Denn unser Heiland hat triumphiert, all seine Feind gefangen er führt.

Refr.: Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben, Halleluja!

2.  Er war begraben drei Tage lang. Ihm sei auf ewig Lob, Preis und Dank; denn die Gewalt des Tods ist zerstört; selig ist, wer zu Jesu gehört.

3.  Der Engel sagte: „Fürchtet euch nicht! Ihr suchet Jesus, hier ist er nicht. Sehet, das Grab ist leer, wo er lag: er ist erstanden, wie er gesagt.“

4.  „Geht und verkündigt, dass Jesus lebt, darüber freu sich alles, was lebt. Was Gott geboten, ist nun vollbracht, Christ hat das Leben wiedergebracht.“

5.  Er ist erstanden, hat uns befreit; dafür sei Dank und Lob allezeit. Uns kann nicht schaden Sünd oder Tod, Christus versöhnt uns mit unserm Gott.

Gebet

Gott,
du nimmst uns an, wie wir sind,
freudig, weil du uns liebst,
und gnädig, weil du uns liebst.
Lass uns achtsam uns selbst wahrnehmen
Und auch erkennen, was ungute Wirkung zeigt.
Segne uns.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Anregungen zum 25. April – in Gott weben, leben und sind wir

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5,17

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Gebet

Gott,
du zeigst dich und machst dich uns bekannt,
oft auch merkwürdig und unglaublich.
Nach dir suchen wir und wollen uns überraschen lassen.
Behüte uns alle!
Amen.

Biblischer Text zum Sonntag: Apostelgeschichte 17,22-34

Paulus stand mitten auf dem Areopag und sprach:
„Ihr Menschen von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott.
Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind.
Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen, wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.
Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht. Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun.
Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat.“

Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: „Wir wollen dich darüber ein andermal weiter hören.“ So ging Paulus von ihnen.
Einige schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

In Gott leben, weben und sind wir. Wir leben in Gott. Heißt es nicht immer umgekehrt, dass Gott in uns wirkt? Ja, auch. Gott umgibt uns, vollkommen. Wohltuend.

Ziel ist, dass der Erdkreis mit Gerechtigkeit gerichtet wird. Wo wünschen Sie sich Gerechtigkeit?

Übrigens: Die Auferstehung brachte schon zu damaligen Zeiten Unverständnis hervor. Wie Paulus werden wir immer wieder von ihr erzählen. Was bedeutet für Sie Auferstehung?

Wörtlich übersetzt steht im letzten Satz: „Einige Männer schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.“ Unter ‚den Männern‘ war eine Frau. Wenn wir in der Bibel lesen, sollten wir dies immer mitdenken, dass oft eine männliche Ausdrucksform gewählt und Frauen ‚mitgemeint‘ sind.

Lied: Wir wollen alle fröhlich sein

1.  Wir wollen alle fröhlich sein / in dieser österlichen Zeit; / denn unser Heil hat Gott bereit’.

Refr.: Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, / gelobt sei Christus Marien Sohn.

2.  Es ist erstanden Jesus Christ, / der an dem Kreuz gestorben ist, / dem sei Lob Ehr zu aller Frist.

3. Er hat zerstört der Höllen Pfort, / die Seinen all herausgeführt / und uns erlöst vom ewgen Tod.

4.  Es singt der ganze Erdenkreis / dem Gottessohne Lob und Preis, / der uns erkauft das Paradeis.

5.  Des freu sich alle Christenheit / und lobe die Dreifaltigkeit / von nun an bis in Ewigkeit.

Gebet

Gott,
du zeigst dich und machst dich uns bekannt,
oft auch merkwürdig und unglaublich.
Nach dir suchen wir und wollen uns überraschen lassen.
Behüte uns alle!
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Anregungen zum 18. April – der gute Hirte

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Johannes 10,aaa.27-28a

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Biblischer Text zum Sonntag: Hesekiel 34, 11-16

So spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.

Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.

Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes.

Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in Israel sollen ihre Auen sein; da werden sie auf guten Auen lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels.

Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen,
spricht Gott, der Herr.
Ich will das Verlorene wieder suchen und
das Verirrte zurückbringen und
das Verwundete verbinden und
das Schwache stärken und,
was fett und stark ist, behüten;
ich will sie weiden, wie es recht ist.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Was für eine Verheißung! Alle sollen wieder zusammenkommen. Sich endlich wieder begegnen können. Nicht mehr sich nur digital unterhalten. Endlich wieder reisen. End-lich – wann wird das Ende des jetzigen Zustands sein? Auch damals mussten die Menschen noch warten. Aber auch hoffen!

Was für eine Verheißung an guten Auen und fetten Weiden!
End-lich unbeschwert das Leben genießen!

Gott selbst sorgt sich um ‚seine Schafe‘, um uns. Nehmen Sie wahr, dass Gott für Sie da ist? Gab es Momente, in denen Sie sich verloren fühlten? Gab es den Ausblick der Hoffnung und des Vertrauens?

Bleiben Sie behütet!

Lied: Ich bin in guten Händen (Melodie: 295)

1. Ich bin in guten Händen. Mein Hirte ist der Herr. Er schenkt mir, was ich brauche, und gibt mir noch viel mehr. Zum frischen Wasser führt er mich, lässt mich dort Ruhe finden, versorgt mich väterlich.

2.  Geht meine Kraft zu Ende, dann richtet er mich auf. Gibt neuen Mut und führt mich den Weg zum Ziel hinauf. Ist bei  mir stets und überall, weicht nie von meiner Seite, auch nicht im dunklen Tal.

3.  Ich muss mich nicht mehr fürchten, er lässt mich nie im Stich. Er ist ein guter Hirte, beschützt und tröstet mich. Er setzt das Letzte für mich ein, sogar sein eignes Leben. Ich muss ihm wertvoll sein.

4.  Er lädt mich ein zu rasten und deckt mir selbst den Tisch. Schenkt ein aus vollen Händen, ich fühl mich wieder frisch. Weil ich bei ihm geborgen bin, genieß ich seine Liebe bis an mein Ende hin.

Christ ist erstanden

1.  Christ ist erstanden von der Marter alle; / des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. / Kyrie eleis.

2.  Wär er nicht erstanden, / so wär die Welt vergangen; / seit dass er erstanden ist, / so lobn wir den Vater Jesu Christ’. / Kyrie eleis.

3.  Halleluja, Halleluja, Halleluja! / Des solln wir alle froh sein, / Christ will unser Trost sein. / Kyrie eleis.

Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal,
fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Gebet

Gott,
was für eine schreckliche Zeit,
in der wir uns so einschränken müssen,
um uns, um andere und die Gesellschaft zu schützen.
Wir klagen Dir,
dass geliebte Menschen an Corona erkrankt und gestorben sind.
Wir bitten Dich für uns alle
und vor allem für die, die sich für andere einsetzen
in den Krankenhäusern, Pflegeheimen und der Hauspflege,
in den Schulen, Kitas, in den Praxen und Einkaufsläden.
Behüte uns alle!
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Anregungen zum 11. April – Johannes 20,19-29

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Gebet

Gott,
tastend nähere ich mich Dir,
will sehen und fühlen,
damit ich Dich begreifen kann,
damit ich erfassen kann,
was Du mir im Leben,
in meinem Leben bedeutest.

Fasse mich, halte mich.
Rühre mich an,
von Dir will ich mich berühren lassen.
Amen.

Biblischer Text zum Sonntag: Johannes 20,19-29

Es war schon spätabends an diesem ersten Wochentag nach dem Sabbat. Die Jünger waren beieinander und hatten die Türen fest verschlossen. Denn sie hatten Angst vor den jüdischen Behörden.

Da kam Jesus zu ihnen. Er trat in ihre Mitte und sagte: „Friede sei mit euch!“ Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.

Die Jünger waren voll Freude, weil sie den Herrn sahen.

Jesus sagte noch einmal: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so beauftrage ich jetzt euch!“

Dann hauchte er sie an und sagte: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr seine Schuld vergebt, dem ist sie wirklich vergeben. Wem ihr sie aber nicht vergebt, dem ist sie nicht vergeben.“

Thomas, der auch Didymus genannt wird, gehörte zum Kreis der Zwölf. Er war jedoch nicht dabei gewesen, als Jesus gekommen war. Die andere Jünger berichteten ihm: „Wir haben den Herrn gesehen!“

Er erwiderte: „Erst will ich selbst die Löcher von den Nägeln an seinen Händen sehen. Mit meinem Finger will ich sie fühlen. Und ich will meine Hand in die Wunde an seiner Seite legen. Sonst glaube ich nicht!“

Acht Tage später waren die Jünger wieder beieinander. Diesmal war Thomas mit dabei. Wieder waren die Türen verschlossen. Da kam Jesus noch einmal zu ihnen. Er trat in ihre Mitte und sagte: „Friede sei mit euch!“

Dann sagte er zu Thomas: „Nimm deinen Finger und untersuche meine Hände. Strecke deine Hand aus und lege sie in die Wunde an meiner Seite. Du sollst nicht länger ungläubig sein, sondern zum Glauben kommen!“

Thomas antwortete ihm: „Mein Herr und mein Gott!“

Da sagte Jesus zu ihm: „Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Glückselig sind die, die mich nicht sehen und trotzdem glauben.“

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Friede sei mit Euch!
Friede sei mit Ihnen und allen Ihren Lieben!

Wir wollen das Leben be-greifen, um es begreifen zu können. Und doch ist es viel mehr als das, was wir sehen und berühren können.

Der Glaube ist ein Geschenk.
Was brauchen Sie, um glauben zu können?

Lied: Der schöne Ostertag

1.    Der schöne Ostertag! Ihr Menschen, kommt ins Helle! Christ, der begraben lag, brach heut aus seiner Zelle. Wär vorm Gefängnis noch der schwere Stein vorhanden, so glaubten wir umsonst. Doch nun ist er erstanden, erstanden, erstanden, erstanden!

2.    Was euch auch niederwirft, Schuld, Krankheit, Flut und Beben – er, den ihr lieben dürft, trug euer Kreuz ins Leben. Läg er noch immer, wo die Frauen ihn nicht fanden, so kämpften wir umsonst. Doch nun ist er erstanden, erstanden, erstanden, erstanden!

3.    Muss ich von hier nach dort – er hat den Weg erlitten. Der Fluss reißt mich nicht fort, seit Jesus ihn durchschritten. Wär er geblieben, wo des Todes Wellen branden, so hofften wir umsonst. Doch nun ist er erstanden, erstanden, erstanden, erstanden!

Psalm 116

Sei nun wieder zufrieden, meine Seele;
denn Gott tut dir Gutes.
Denn du hast meine Seele vom Tode errettet,
mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.
Ich werde wandeln vor Gott
im Lande der Lebendigen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Ostern – wie befreiend!

Die große Freiheit

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.
(Offenbarung 1,18)

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet

Biblischer Text zu Ostern:  Exodus 14 und 15 in Auszügen

Als der Pharao näherkam, blickten die Israeliten auf und sahen: Die Ägypter rückten hinter ihnen heran! Da bekamen die Israeliten große Angst und schrien zu Gott um Hilfe.

Sie beklagten sich bei Mose: »Gab es denn keine Gräber in Ägypten? Hast du uns in die Wüste gebracht, damit wir hier sterben? Wie konntest du uns aus Ägypten führen! Haben wir nicht schon in Ägypten zu dir gesagt: Lass uns in Ruhe! Wir wollen lieber den Ägyptern dienen! Es ist besser, dass wir in Ägypten Sklaven sind, als in der Wüste zu sterben.«

Darauf sagte Mose zum Volk: »Fürchtet euch nicht!« …

Mose streckte die Hand aus über das Meer. Da trieb Gott das Meer die ganze Nacht durch einen Ostwind zurück. Er machte das Meer zum trockenen Land, und das Wasser teilte sich. So konnten die Israeliten auf trockenem Boden mitten durch das Meer ziehen.

Die Prophetin Mirjam, die Schwester Aarons, nahm ihre Pauke in die Hand. Auch alle anderen Frauen griffen zu ihren Pauken und zogen tanzend hinter ihr her. Mirjam sang ihnen vor:

Singt für Gott:
Hoch und erhaben ist er.
Rosse und Wagen warf er ins Meer.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Zum Ostersonntag ist die Flucht aus der Sklaverei und die Bewahrung des Volkes Gottes Grundlage der Predigt. Eine Rettungsgeschichte zu Ostern.
Ostern ist das Fest der Befreiung von der Macht des Todes.
Und es erinnert daran, dass Jesus als Jude Passah gefeiert hat.

Wenn Sie diese Geschichte sich von den Kindern erzählen lassen – im digitalen Gottesdienst oder Buch – dann steht am Anfang ein vielfältiges Lob Gottes. Endlich frei. Die Unterdrückung hört auf.
Wohltuend, damit zu beginnen, jeden Tag neu, bevor die nächste Gefahr bewältigt werden soll.

Vor einem ist der Weg versperrt. Hinter einem die Feinde.
Was tun sie, wenn es keinen Ausweg gibt?

Es gibt keine Ruhe. Diesen Wunsch, mal Ruhe haben zu wollen von all dem, was einen bedrückt, höre ich immer wieder. Wenigstens mal durchatmen wollen und sich den schönen Seiten des Lebens zuzuwenden. Doch schon kommt das nächste Unglück, der nächste Todesfall, die nächste Krise. 

In unserer Geschichte sind es die Soldaten mit ihrer überlegenen Technik, die nicht zur Erhaltung des Friedens eingesetzt werden, sondern zur Verfolgung Unschuldiger, wie es leider auch heutzutage geschieht. Eine grausame Geschichte, die sich bis heute fortsetzt. Doch bei all der Machtlosigkeit und Verzweiflung gibt es Wunder. 

Was für ein Wunder!
Wie wirken Wundergeschichten auf Sie? Was ist für Sie das Wunder in dieser Geschichte?

Und das Wunderbare soll unsere Aufmerksamkeit erregen und erreichen.

Wir glauben an einen Gott, der befreit und bewahrt,
an die All umfassende Macht in der Welt,
die fürsorglich mit uns geht und uns gute Wege zeigt. 

So können wir auch in diesen Tagen zuversichtlich den Weg fortsetzen. 

Und irgendwann können auch wir wieder ‚auf die Pauke hauen‘.
Was würden Sie dann gerne tun?

Lied: Auf, auf, mein Herz mit Freuden

1. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschicht;
wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht!
Mein Heiland war gelegt da, wo man uns hinträgt,
wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist.

2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei;
eh er’s vermeint und denket, ist Christus wieder frei
und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da
sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält.

3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel;
nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will
entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut,
so mir durch Jesus Christ aus Lieb erworben ist.

Gebet

Gott,
du lässt uns leben
selbst im Angesicht des Todes.
So führe uns auch durch diese Zeit hindurch,
die uns so unruhig und unzufrieden macht.
Lass Dein Ostern in uns geschehen,
im Verborgenen und doch spürbar.

Wir beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!

Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck

Spielraum – Richtungswechsel

Wir gehen unsere Wege.
Wohin führen sie?
Ist es Zeit umzukehren?

Öffnen wir uns der lebendigen Kraft, die uns erfüllt

  • in der Zuversicht, dass Gott uns begleitet
  • mit dem Mut, die Herausforderungen zu gestalten und
  • im Vertrauen, dass Gott unsere Gemeinschaft segnet

Biblischer Text der Passionszeit: Numeri 22,21-32

Da stand Bileam am Morgen auf und sattelte seine Eselin. Aber der Zorn Gottes entbrannte darüber, dass er hinzog. Und Gottes Engel trat in den Weg, um ihm zu widerstehen. Und die Eselin sah Gottes Engel auf dem Wege stehen mit einem bloßen Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen.

Da trat Gottes Engel auf den Pfad zwischen den Weinbergen, wo auf beiden Seiten Mauern waren. Und als die Eselin Gottes Engel sah, drängte sie sich an die Mauer und klemmte Bileam den Fuß ein an der Mauer, und er schlug sie noch mehr.

Da ging Gottes Engel weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Platz mehr war auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken. Und als die Eselin Gottes Engel sah, fiel sie auf die Knie unter Bileam.

Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stecken. Da tat Gott der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast? Bileam sprach zur Eselin: Weil du Mutwillen mit mir treibst! Ach dass ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich töten! Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis auf diesen Tag? War es je meine Art, es so mit dir zu treiben? Er sprach: Nein.

Da öffnete Gott dem Bileam die Augen, dass er Gottes Engel auf dem Wege stehen sah mit einem bloßen Schwer in seiner Hand, und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht.

Und Gottes Engel sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn der Weg vor mir führt ins Verderben.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Bileam hat sich etwas in den Kopf gesetzt und will das durchziehen. Wie schnell geschieht es, dass man ungerecht wird, sogar andere verletzt. Können Sie ihn verstehen?

Bileam ist eine Führungspersönlichkeit mit großem Einfluss. Hätten Sie ihm geraten inne zu halten, nur weil ein ‚sturer Esel‘ nicht spurt? Wie leiten Sie Menschen an, wenn Ihnen etwas wichtig ist? Was sind Ihre Hilfsmittel? Wann hinterfragen Sie Ihre Vorgehensweise?

Was hilft Ihnen, Unheil wahrzunehmen? Wie sieht Ihre ‚Eselin‘ aus?  Wo würden Sie derzeit umkehren?

Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt

1.  Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt – Liebe lebt auf, die längst erstorben schien: Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

2.  Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab, wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab. Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn? Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

3.  Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn – hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien: Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

Nach Psalm 22

Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht,
und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.
Du aber bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels.
Unsere Vorfahren hofften auf dich,
und da sie hofften, halfst du ihnen heraus.
Zu dir schrieen sie und wurden gerettet,
sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.
Aber du, Gott, sei nicht ferne;
meine Stärke, eile, mir zu helfen.

Gebet

Gott,
du gibst uns Hinweise, wie wir erkennen können,
was gut tut und was ins Verderben führt.
Lass uns gut hinsehen
und die Gründe anderer Menschen anhören,
gib uns einen wachsamen Verstand und ein weites Herz.
Lass uns weise handeln und reden.
Amen.

Über den Abstand hinweg verbinden wir uns im Gebet,
beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck