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Von Zitronenfaltern und anderen Schmetterlingen

Liebe Kinder! Liebe Familien!

In der Woche nach Ostern bin ich im Park bei mir um die Ecke spazieren gegangen.

Auf einmal hatte ich zwei Begleiter: zwei Zitronenfalter flogen eine ganze Weile einander umkreisend mit mir in eine Richtung. Manchmal machten sie eine kleine Pause im Gras. Dann holten sie mich wieder ein und flogen ein Stück voraus.

Wie schön sie im Sonnenlicht aussahen! Wie leicht sie durch die Luft tanzten!

Aus einem wirklich winzigen Ei ist eine kleine Raupe geschlüpft. Die muss erstmal kräftig krabbeln, um sich ihr Futter zu suchen und satt zu werden. Dann verpuppt sie sich und in ihrem Kokon kann sie sich nicht bewegen. Wie eine leblose Hülle sieht der Kokon aus. Man kann nicht zuschauen, wie sich die Raupe verwandelt; das bleibt geheimnisvoll verborgen. Aber eines Tages bricht der Kokon auf. Ein bunter Schmetterling breitet seine Flügel aus und kann fliegen! Was für ein Wunder!

Die Ostergeschichte ist auch eine geheimnisvolle Geschichte von neuem und anderem Leben, dachte ich als ich die Schmetterlinge sah. Ich freute mich, dass die beiden mich daran erinnert haben.

Habt ihr auch schon Schmetterlinge in diesem Frühling getroffen? Kennt ihre Namen?

Jetzt bald im Mai beginnt die Kapuzinerkresse zu blühen. Die Raupe vom Kohlweißling mag ihre Blätter ganz besonders gern. Wenn ihr sie entdeckt, findet ihr vielleicht ja minikleine Schmetterlingseier auf der Unterseite ihrer Blätter? Oder kleine grüne Raupen?

Eine wunder-volle Woche wünsche ich Euch!

Eure Elke Nordsiek

Geschichten von Gott und der Welt – Von grünen Tagen

Liebe Kinder! Liebe Familien!

Der Donnerstag vor Ostern heißt „Gründonnerstag“. Warum eigentlich? Die einen sagen: Das alte Wort „greinen“ für weinen steckt dahinter. Andere sagen: Damit ist die Farbe Grün gemeint, weil es an die „Frische“ erinnert und das „Neue“.

Am Gründonnerstag denken wir an die Geschichte, wie Jesus mit seinen Freunden das Passa-Mahl feierte. Viele Menschen trafen sich damals zum Passa-Fest. Sie feierten, dass Gott sein Volk aus der Gefangenschaft in Ägypten vor langer Zeit befreit hatte. Dabei teilten sie Brot, aßen und tranken miteinander.

Jesus wusste, dass er so das letzte Mal mit seinen Freunden zusammen essen und feiern würde.

So nahm er auch das Brot, um es zu teilen. Aber er sagte nicht die Worte, die damals beim Passa-Fest dazu gehörten.

Jesus dankte Gott und sagte neue Worte: „Nehmt und esst! Ich werde sterben, damit ihr leben könnt.“ Dann nahm er einen Becher mit Wein, dankte Gott und sagte: „Reicht ihn euch untereinander und trinkt daraus!“

Und Jesus sagte: „Tut das immer wieder, so wie ich es euch jetzt gezeigt habe. Auch wenn ihr mich nicht mehr sehen könnt, werde ich immer bei euch sein. Daran sollt ihr euch dann erinnern.“

Jesus hatte mit seinen Freunden darüber gesprochen, dass sie so zum letzten Mal zusammen essen und feiern würden. Er hatte ihnen auch gesagt: „Seid nicht traurig und habt keine Angst! Ich werde zu euch zurückkommen und leben!“

Die Freunde von Jesus wussten noch nicht, wie das sein würde. Aber gemeinsam dankten sie Gott für dieses Essen, nahmen Brot und zu Trinken an und gaben es weiter.

Kennt ihr „Grüne Soße“? Das ist eine Mischung aus Schmand, Joghurt, Sahne und ganz vielen grünen Kräutern. Manche Menschen essen sie extra am Gründonnerstag.

Vielleicht mögt ihr euch zusammen ein „Abendessen in Grün“ vorbereiten? Ich denke an grüne Paprika, Gurke, grünen Salat, Kräuterquark, ein Brot mit frischer Kresse…vielleicht sogar auch eine Erbsensuppe?

Oder ihr spielt „Ich sehe was, was du nicht siehst…und das ist Grün!“ miteinander?

Habt eine gute Zeit in diesen Tagen!

Eure Elke Nordsiek

Geschichten von Gott und der Welt – Von offenen Türen

Liebe Kinder! Liebe Familien!

Petrus war Jesus‘ Freund. Er hatte seinen Beruf als Fischer aufgegeben und wollte mit Jesus leben. Sie haben viel miteinander erlebt. Petrus erzählte immer wieder davon und viele Menschen glaubten ihm. Sie wollten auch als Menschen leben, die Gott und Jesus vertrauen. Sie wollten Christen sein.

Dem König zu der Zeit gefiel das nicht. Er ließ Petrus in’s Gefängnis werfen. So wurde Petrus in eine dunkle Zelle gesperrt und mit Ketten gefesselt. Alle Türen waren verriegelt und die Tore wurden bewacht.

Als die Menschen hörten, was mit Petrus geschehen war, trafen sie sich und beteten für ihn.

Der König wollte Petrus verhören und ein Urteil über ihn sprechen. In der Nacht davor aber geschah etwas Unglaubliches.

Petrus lag in seiner Zelle und schlief. Plötzlich wachte er auf. Alles um ihn herum war hell. Er sah einen Menschen, der vor ihm stand und zu ihm sagte: „Petrus, steh auf!“ Petrus konnte das gar nicht fassen. Träumte er etwa? Aber die Ketten fielen von Petrus ab und er war frei. „Steh auf! Zieh deine Schuhe an und deinen Mantel! Folge mir!“ sagte der Mann. Petrus stand wie in einem Traum auf. So gingen sie durch die erste Tür und auch durch die zweite. Beide standen offen. Sie gingen an den Wachen vorbei, aber die schienen sie nicht zu sehen. Sie kamen an das große Tor zur Straße und es öffnete sich wie von selbst. Als sie auf die Straße traten, war Petrus plötzlich allein. Petrus war hellwach. „Jetzt verstehe ich! Gott hat seinen Engel zu mir geschickt. Der Engel hat mich befreit!“

Petrus ging zu seinen Freundinnen und Freunden. Sie beteten immer noch für ihn. Sie konnten es gar nicht fassen, dass er nun vor ihnen stand. Petrus erzählte ihnen alles, was er in dieser Nacht erlebt hatte. Da staunten alle, die es hörten und voller Freude erzählten sie es weiter: „Gott hat unser Gebet gehört! Er hat seinen Engel geschickt und Petrus befreit!“

Petrus war gefangen – gefesselt und bewacht. Er sah keine Möglichkeit, sich zu befreien.

Seine Freundinnen und Freunde konnten ihn auch nicht aus dem Gefängnis holen. Aber sie hörten nicht auf für Petrus zu beten und vertrauten fest darauf, dass Gott sie hört.

Und Gott schickte einen Engel. Die Ketten fielen ab. Petrus stand auf und die Türen taten sich auf. Gott hört uns zu. Er stärkt uns, macht uns Mut und zeigt uns neue Wege.

Vielleicht erzählt ihr euch mal, wie ihr euch eigentlich einen Engel vorstellt und was der so tut.

Habt ihr schon einmal das Gefühl gehabt: „Da hat ein Engel auf mich aufgepasst und mir geholfen?“

Und vielleicht mögt ihr euch zusammen etwas ausdenken, wie ihr für andere Menschen „Engel“ sein könntet.

Helle Tage in dieser Woche wünsche ich euch!

Elke Nordsiek

Geschichten von Gott und der Welt – Von großer Kraft

Liebe Kinder! Liebe Familien!

Von Elia haben sich die Menschen auch erzählt, wie es mit ihm und Gott weiterging.

Elia hatte sich gestärkt auf den Weg zum Gottesberg, dem Horeb gemacht. Der Weg war weit. Vierzig Tage war Elia durch die Wüste gewandert.

Als er am Berg angekommen war, war er müde. Er suchte sich eine Höhle, in der er geschützt schlafen konnte. Er wusste nicht, wie es nun weitergehen sollte.

Hier am Berg hatte Gott mit Mose geredet. Ob Gott sich auch ihm zeigen würde?

Da kam ein großer Sturm auf. Es brauste und rauschte vor der Höhle. Elia erschrak. Ist Gott etwa in den Sturm? Aber Gott war nicht in dem wütenden Wind.

Dann kam ein Erdbeben auf. Der Boden wankte. Ist Gott etwa in diesem Beben? dachte Elia erschrocken. Aber Gott war nicht in dem Beben.

Und dann brach ein Unwetter mit Donner und Blitz los. Als der Blitz einschlug, brannte es vor der Höhle lichterloh. Ist Gott vielleicht in den Flammen? fragte sich Elia. Aber Gott war nicht in dem verzehrenden Feuer.

Danach kam ein sanfter Wind. Da hüllte Elia sein Gesicht in seinen Mantel und er spürte: Jetzt ist Gott da!

Gott fragte: „Elia, was machst du hier?“

Elia antwortete: „Ich habe den Menschen von dir erzählt. Sie haben nicht auf deine Worte gehört. Was soll ich jetzt tun?“

Gott sagte: „Elia, geh wieder zurück! Geh zu einem Mann, der Elisa heißt. Er soll an deiner Seite sein und mit dem Volk reden.“

Und Elia ging zurück, traf den Elisa und sie gingen zusammen weiter.

Elia wollte mit Gott leben. Er wusste aber nicht, wie und wo er Gott begegnet.

Gott hat Elia ganz schön überrascht. Der große, starke Gott, an den Elia glaubte, war ganz anders.

Gott tobte nicht kräftig wie der Wind, erschütterte nicht alles wie das Erdbeben und fegte auch nicht über alles hinweg wie das Feuer.

Gottes Kraft war in einer sanften Brise.

Lust darauf, Watteball-Wettpusten über Tisch zu spielen? Stellt euch an einer Tischseite nebeneinander auf, legt die Wattebälle vor euch auf den Tisch – wer zuerst seine Wattekugel über den Tisch gepustet hat, hat einen Punkt.

Das funktioniert auch mit Federn!

Oder ihr kitzelt einander mit einer Feder…ganz sanft!

Eine angenehme Woche wünsche ich euch!

Elke Nordsiek

Geschichten von Gott und der Welt – Vom Aufstehen

Liebe Kinder, liebe Familien!

Lange Zeit vor Jesus erzählten sich die Menschen die Geschichte von Elia.

Elia glaubte an Gott und hatte schon viel mit ihm erlebt. Immer wieder sprach er mit den Menschen darüber, wie sie gut miteinander und mit Gott leben konnten.

„Elia hatte König Ahab gesagt, dass es vor Gott nicht richtig war, was er tat. Der Streit mit König Ahab und seiner Frau Isebel hörte nicht auf. Elia hatte Angst. „Bloß weg hier“, dachte er. “Keinen mehr sehen und hören müssen. Ich will allein sein.“ So ging er in die Wüste.

Als er lange gegangen war schaute er sich nach einem Platz um, wo er sich ausruhen könnte. Er entdeckte einen Strauch und legte sich in seinen Schatten. Am liebsten wollte er nur noch schlafen und nie wieder aufzuwachen.

Und Elia schlief tief und fest ein.

Da berührte ihn ein Engel. Der sagte: „Elia, steh auf und iss.“

Elia wachte auf, schaute sich um – Brot und ein Krug mit Wasser standen neben ihm. Elia konnte sich das nicht erklären. Er sah niemanden. Wer hatte ihm das hingestellt? Er setzte sich hin, nahm das Brot und aß es auf. Er nahm den Krug und trank daraus.

Elia war immer noch müde. Er legte sich noch einmal hin und schlief wieder ein.

Der Engel kam zum zweiten Mal. Er berührte ihn und sprach: „Elia, steh auf und iss. Du hast noch einen weiten Weg vor dir.“ Elia wachte auf, setzte sich hin und schaute sich um. Wieder lag Brot da; wieder war der Krug mit frischem Wasser gefüllt. Elia aß und trank.

Dann stand er auf und klopfte sich den Staub aus dem Mantel. Nun wollte er gestärkt zum Horeb, dem Gottesberg gehen. Er wusste nicht, wie das alles weitergehen würde mit König Ahab und mit Gott, aber er machte sich auf den Weg.“

Elia hatte viel für ein gutes Leben mit Gott und den Menschen getan. Aber es hatte sich wenig geändert.

Elia hatte erlebt, dass Gott ihm immer wieder geholfen hatte. Aber jetzt konnte er sich kaum vorstellen, wie das gehen sollte und wollte nur noch ausruhen.

Da schickte Gott den Engel, der Elia berührt. Er machte Elia munter und gab ihm das, was ihn stärkte, aufzustehen und weiter zu gehen – genau zum richtigen Zeitpunkt.

Kennt ihr das „Berührungs-Ratespiel“? Legt verschiedene Dinge weiche und harte, warme und kalte (wie eine Bürste, ein Wattebausch, ein Löffel, eine Feder, ein Schwamm, ein Wollknäul, ein Stein…) vor euch. Du schließt die Augen und dein Gegenüber sucht einen Gegenstand aus und berührt dich damit. Nun rätst du, was dich da berührt hat. Dann wechselt ihr euch ab.

Und vielleicht bringt ihr euch am Wochenende gegenseitig ein Frühstück an’s Bett? Macht nichts, wenn es etwas dabei krümelt!

Habt eine gute Woche!

Eure Elke Nordsiek

Geschichten von Gott und der Welt – Von kleinen Dingen mit großer Wirkung

Liebe Kinder, liebe Familien!

Die Menschen damals wollten gerne verstehen, wie es ist, mit Gott zu leben.

Sie hatten mit Jesus großartige und wunderbare Dinge erlebt und gesehen. Denkt nur zum Beispiel an die Geschichte von Bartimäus! Aber so etwas passierte und passiert ja nicht jeden Tag.

Auch auf die kleinen und unspektakulären Momente kommt es an.

Jesus erzählte, dass Gott in dieser Welt wirkt, wie ein kleines bisschen Sauerteig, der unter eine große Menge Mehl geknetet wird. Ohne den Sauerteig kann man kein Brot daraus formen. Ein wenig Sauerteig – und man kann viele Brote backen. Als Jesus lebte wurde viel mit Sauerteig gebacken; das kannten die Menschen gut.

Jede „kleine gute Tat“ bringt etwas von Gott in diese Welt und verändert sie. Unsere Gedanken an Gott, wenn wir Geschichten von ihm hören, lesen oder uns erzählen, sind wichtig. Unser Reden mit Gott bewirkt etwas. Wenn wir ihm sagen, wie es uns geht und um das bitten, was wir und andere Menschen brauchen, passiert etwas – auch wenn wir es noch nicht sehen.

Wir backen heute ja oft mit Hefe; ein wenig Hefe – und der Teig wird doppelt so groß. Vielleicht habt Ihr Lust, auch ein Brot oder Brötchen miteinander zu backen?

Ein kleiner Tropfen Sirup kann einem ganzen Glas Wasser einen anderen Geschmack geben. Vielleicht probiert Ihr das mit Holunderblütensirup oder Waldmeister mal aus? Ich selber mag Himbeersirup sehr gerne.

Eine gute Woche wünscht Euch

Elke Nordsiek

Geschichten von Gott und der Welt: Vom Wertvollsein

Liebe Kinder, liebe Eltern!

Damit die Menschen sich vorstellen konnten, wie wichtig jeder einzelne für Gott ist, erzählte Jesus die Geschichte von einem Menschen und zehn Silbermünzen.

Ein Mensch hat gespart; erst eine dann noch eine…nun hat er zehn Silbermünzen. Er freut sich, wenn er sie anschaut und zählt.

Eines Tages bemerkt er, dass ihm eine fehlt. Es sind nur noch neun Münzen. Sofort sucht er überall, wo sie hin gerollt sein könnte. Er sucht und sucht und kann sie nicht finden. Er nimmt ein Licht und leuchtet in jede Ecke. Das ganze Haus stellt er auf den Kopf. Endlich findet er die Silbermünze wieder.

Seine Freude ist darüber so groß, dass er es allen Nachbarinnen und Nachbarn, seinen Freundinnen und Freunden gleich erzählen muss: „Freut euch mit mir! Ich habe die Münze gefunden!“

Jesus sagte: „Die Menschen sind wie die Silbermünzen. Gott möchte nicht, dass auch nur ein einziger verloren geht.“

Der Mensch hat sich ganz schön Mühe gemacht, um die Münzen wiederzufinden. Sie war ihm sehr wertvoll.

Gott findet jeden von uns so einzigartig und wichtig.

Habt ihr Lust, euch zusammen vor einen Spiegel zu stellen und euch zu erzählen, was ihr Einzigartiges an euch seht? Vielleicht die lustigen Locken…die große -oder kleine! Nase…Was gefällt euch dabei besonders gut? Was mögt ihr an euch selber gern und was an dem anderen?

Vielleicht macht ihr euch auch einen Spaß daraus, euch gegenseitig mal einen Tag mit „Schatz!“ anzusprechen?

„Gibst du mir bitte etwas zu trinken, Schatz!“…“Schatz, räumst du das bitte noch auf?“

Und wann habt ihr eigentlich das letzte Mal Verstecken miteinander gespielt?

Habt eine gute Woche!

Eure Elke Nordsiek

Geschichten von Gott und der Welt : Vom Schätze suchen

Liebe Kinder und Familien!

Jesus erzählte den Menschen damals auch eine Schatzsucher-Geschichte.

Ein Mann kaufte und verkaufte viele Dinge; er war Kaufmann.

Er war ein guter Kaufmann und hatte alles, was er sich nur wünschen konnte: schöne Kleider und ein großes Haus mit mehreren Zimmern. Er hatte leckeres Essen und viele verschiedene Getränke. Und Geld hatte er mehr, als man sich vorstellen kann.

An einem Tag entdeckte er etwas ganz Besonderes, was er schon lange gesucht hatte.  Eine wunderschöne weiße Perle sah er da. Sie war sehr teuer und kostete sogar noch mehr Geld, als der Mann hatte. Aber er wollte diese Perle unbedingt haben.

So ging er nach Hause und verkaufte alles, was er an Dingen hatte. Das ganze Geld nahm er dann und ging zu dem Laden, um die Perle zu kaufen.

Juchu! Jetzt gehörte die Perle ihm! Er freute sich riesig!

Jesus sagte: „Mit Gott ist es wie mit der Perle des Kaufmanns. Gott zu suchen und zu finden lohnt sich mehr als alles andere in der Welt.“

Der Kaufmann war auf der Suche nach dem Schönen und Wichtigem in seinem Leben. Dann hat er es entdeckt und dafür alles gegeben.

In diesen Tagen und den Wochen vor Ostern zu entdecken, was wertvoll und bedeutend ist, wünsche ich euch.

Habt ihr vielleicht Perlen, um eine Kette damit aufzufädeln? Oder Bügelperlen, um ein buntes Bild damit zu stecken? Vielleicht gibt es ja auch ein Schmuckstück mit Perlen, das ihr euch zusammen anschauen könnt?

Habt ein Wochenende mit Juchu!-Momenten!

Eure Elke Nordsiek

Vom Hausbau

Liebe Kinder, liebe Familien!
Jesus hat den Menschen viele Geschichten erzählt, damit sie sich vorstellen konnten, wie das so ist mit Gott und der Welt.

Eine davon ist die Geschichte vom Hausbau.

Ein Mensch sucht einen Platz, auf dem er sein Haus bauen kann. Er klettert auf einen grauen Felsen und denkt: „Das ist ein guter Platz!“ Er beginnt, sein Haus zu bauen. Er arbeitet hart, denn es ist ziemlich anstrengend. Stein auf Stein setzt er, bis das Haus fertig ist. „Gerade noch rechtzeitig!“, sagt er. „Es kommt Regen auf.“ Und es regnet tatsächlich in Strömen. Das Wasser steigt und steigt an dem Felsen empor. Das Haus bleibt fest stehen. Der Mensch war klug; er hatte wirklich einen guten Platz ausgesucht.
Ein anderer Mensch will auch ein Haus bauen. Er möchte es möglichst schnell fertig haben. „Dieser Platz ist gut genug!“, sagt er und baut sein Haus auf einem Sandplatz. „Da brauche ich nicht viel zu schleppen.“ Als er sein Haus fertig hat, geht er hinein und macht die Tür zu. „Gerade rechtzeitig!“, sagt er. „Es beginnt zu regnen!“ Und es regnet in Strömen. Das Wasser steigt und steigt und läuft von allen Seiten in sein Haus. Das Wasser spült den Sand weg. Sein Haus fällt zusammen. Der Mensch hatte keinen guten Platz für sein Haus gewählt.

Jesus sagte zu den Leuten: „Mit Gott ist es wie mit dem Felsen des klugen Menschen. Wer ihm vertraut, kann sich auf ihn verlassen.“

Wenn wir mit Gott reden, von ihm erzählen und miteinander über ihn nachdenken, haben wir eine gute Grundlage für das, was wir tun.

Wenn ihr Lust habt, die Geschichte mit tollen Bildern nochmal nachzuschauen, empfehle ich euch das Buch: „Von Schafen, Perlen und Häusern“ von Nick Butterworth und Mick Inkpen.

Habt ihr vielleicht eine Kiste mit Bausteinen und Spaß daran, damit am Wochenende ein Haus zu bauen? Oder habt ihr ein Kartenspiel und baut ein Kartenhaus daraus?
Ein gemütliches Wochenende wünsche ich Euch!

Eure Elke Nordsiek

Vom Sehen

 

Liebe Kinder, liebe Familien!

Petrus erlebte immer wieder Spannendes mit Jesus als er mit ihm und seinen Freunden durch das Land wanderte.

Sie kamen dabei auch in die Stadt Jericho, an deren Stadtrand ein Mann saß. Er hieß Bartimäus. Bartimäus war blind und konnte deshalb nicht arbeiten und so Geld verdienen. So musste er betteln und bat die Leute, die an ihm vorübergingen, ihm etwas zu geben. Bartimäus hörte, dass die Menschen darüber sprachen, dass Jesus in der Stadt sei. Sie erzählten davon, dass Jesus schon vielen Menschen geholfen hatte. Bartimäus hörte, dass Jesus in der Nähe vorbeikam. Vielleicht könnte Jesus ihm auch helfen? Da rief er ganz laut: „Jesus, hilf mir!“ Die Leute, die dabeistanden, fuhren Bartimäus an: „Schrei nicht so laut! Lass Jesus in Ruhe!“ Aber Bartimäus rief noch lauter: Jesus, hilf mir!“ Er rief so laut er konnte.

Jesus hörte das und blieb stehen. Er sagte: „Bringt ihn zu mir!“ Da sagten die Leute zu Bartimäus: „Freu dich! Jesus ruft dich! Steh auf!“ Bartimäus stand auf und ging in die Richtung, aus der er Jesus‘ Stimme gehört hatte. Jesus fragte ihn: „Was möchtest du?“ Bartimäus antwortete: „Ich möchte wieder sehen können!“ Jesus sagte: „Du hast Vertrauen zu mir. Darum wirst du sehen.“ Und auf einmal gingen Bartimäus die Augen auf und er konnte wieder sehen.

 

Bartimäus war blind; aber er konnte hören und fühlen. Seine Ohren und Hände haben ihm geholfen, etwas von dem zu erkennen, was um ihn herum passierte.

Vielleicht kennt ihr „Fühlkisten“, in die man mit der Hand greift und dann versucht, mit „den Händen zu sehen“ und herauszufinden, was darin liegt? Das könnt Ihr auch zu Hause spielen: Einer von Euch legt Dinge auf einen Tisch, die sich verschieden anfühlen – Stoff, Papier, Schaumgummi, Plastik…eine Bürste, ein Schwamm…und deckt sie mit einem Tuch zu. Die anderen haben dabei natürlich die Augen zu. Nun können sie nacheinander die Dinge erfühlen und herausfinden, was unter dem Tuch ist.

Bartimäus hat um Hilfe gerufen und Jesus hat ihn gehört. Wir dürfen Gott sagen, wenn es uns nicht gut geht.

In der Kinderbibel „Komm lass uns feiern“ steht ein Gebet zu der Geschichte von Bartimäus:

„Lieber Gott, ich darf zu dir rufen, wenn es mir schlecht geht. Es ist wunderbar, dass du mich hörst. Wenn es in mir dunkel ist, hilfst du mir. Dann wird es wieder hell. Du hast mich lieb und enttäuschst mein Vertrauen nicht. Danke!“

Ein Wochenende mit Zeit zum Hören, Fühlen, Miteinanderreden und Neues mit den Augen entdecken wünsche ich Euch!